Baron Jupp Kerckerinck zur Borg

Mit größter Wahrscheinlichkeit ist Jupp Kerckerinck der erste in seiner Familie, die bis zum Jahr 1264 zurück geht, der sich mit Haien angefreundet hat.

Jupp Kerckerinck
Als sechstes von acht Kindern wurde er 1939 in Münster-Westfalen geboren. Während seiner Schulzeit verbrachte er ein Jahr als deutscher Austauschschüler in den USA, wo er neben der Schule auch Farmarbeit wie Kuehe melken, Schweine fuettern, Heu machen usw. leisten musste.

Dann kam eine Zeit in der Bundeswehr von der er als Leutnant der Reserve, im Jahr 1962, ehrenhaft entlassen wurde um danach eine Banklehre zu absolvieren. Nach der Lehre startete er seine eigene Werbeagentur in Berlin und Düsseldorf.

Jupp verbrachte fast 4 Jahre als Rennfahrer für Fiat Abarth und Alfa Romeo und übernahm danach die Verwaltung des Familienbetriebes mit Landwirtschaft, einem Hotel und Immobilien. Im Jahr 1977 heiratete er und ist der stolze Vater von vier Töchtern. 1978 zog er in die USA und startete eine Wildfarm, die “Lucky Star Ranch” im Staate New York. Lucky Star Ranch war die erste kommerzielle Wildfarm in Nordamerika. Auf dem Lande aufgewachsen, wo das Jagen zum täglichen Leben gehörte, war ihm auch der Schutz der Umwelt immer so wichtig wie das artgerechte Jagen. Tiere gehörten für ihn zum täglichen Leben. Die Lust am Jagen aber hat er in dem Moment verloren, als er durch seine Tochter Philipa ans Tauchen kam. Da hat er sich sehr schnell in die Haie verliebt und sich danach nur noch dem Schutz dieser faszinierenden Tiere verschrieben. Nun war es mit dem Angeln vorbei und das Tauchen mit Haien war angesagt.

Seine ersten Tauchgängen waren in und um Harbour Island, Bahamas. Dann eine Woche im Käfig, nahe der Isla Guadalupe, im mexikanischen Pazifik, wo er die Gelegenheit hatte weiße Haie aus nächster Nähe zu sehen. Danach war er so begeistert von Haien, dass er beschloss, seine Zeit nur noch ihrem Schutz zu widmen, und soviele Menschen wie nur möglich, über ihre Bedeutung im Meer und ihr sinnloses Abschlachten aufzuklären. Haie haben ihn vom ersten Tag an faszinierd, an dem er sie gesehen hat. Mit ihnen zu schwimmen, wurde von nun an seine grosse Begeisterung. Er startete seine eigene Organisation mit dieser Website: “Sharkprotect.com” und gründete kürzlich einen gemeinnützigen Verein “Sharkprotect e.V.” Vor einigen Jahren wurde Jupp zum Präsidenten des Shark Research Institutes in Princeton, New Jersey, gewählt. Diese gemeinnützige Organisation dient dem Haischutz, der Forschung und der Öffentlichkeitsarbeit. Sie unterhält auch die “Global Shark Attack Files”.

Jupp hat über 220 Tauchgänge absolviert, von denen ca. 150 Tauchgaenge mit Haien waren. Er tauchte in der ganzen Welt mit Karibischen- und anderen Riffhaien, Bullenhaien, Zitronenhaien, Ammenhaien, Silberspitzenhaien, Hammerhaien, und mit seinen besonders geliebten Tigerhaien. Ein besonderes Erlebnis fuer ihn waren auch die 16 Tauchgänge mit weißen Haien im offenen Meer, im mexikanischen Pazifik. Es war dort, wo seine Begeisterung für Haie einst im Käfig begann. Jupp sieht es als ein grosses Privileg an, so oft mit sovielen Haien ohne Käfig getaucht und im offenen Meer geschwommen zu haben. Es hat sein Leben verändert und neu geprägt. Selbst im Alter von 75 Jahren springt er heute noch einige Male pro Jahr ins Meer, um mit Haien zu schwimmen.

»Wir müssen die Haie besser kennen lernen, um sie zu verstehen, denn wir schützen leider nur, was wir auch verstehen.«